Frizz Feick ist jemand, dem die Stadt Berlin so wichtig ist, dass er sogar darüber singt. Aber nicht nur als „Fast-Spreeathener“ kann Feick auf seinem neuen Album glänzen, sondern auch als Poet, der die deutsche Sprache beherrscht, weil er sie hörbar liebt. Das merkt man bereit am ersten Song Lebensgefährlich, der durch die Trompetenkünste von Joo Kraus, den man als Mitglied der Band Tab Two oder von anderen Projekten kennt und schätzt, besticht. Diese Mischung aus Jazz und Pop wirkt wie ein frischer Wind in der deutschen Musikwelt, auch wenn man wohl Feicks Nummern eher selten im Formatradio hören wird, aber ob das eine Wertung an die Qualität dieses Albums darstellt, das sollen andere entscheiden.

Texte, wie man sie nur noch ganz selten hört – hier hat sich jemand Gedanken gemacht. Wer Songs wie den Titelsong Woanders und hier oder die Ballade Viel zu schön, die er mit Christina Lux singt, hört, der sieht ein, dass Frizz Feick kein „Sternenstaubromantiker“ ist, sondern ein Sänger, der ohne Klischees die richtigen Worte zur richtigen Zeit findet.

Natürlich ist auch eine Nummer über Berlin auf diesem sehr empfehlenswerten Album drauf und dieses Zu laut für Berlin ist eine Hymne auf die Hauptstadt, wie man sie seit Schwarz zu blau von Peter Fox nicht mehr gehört hat. Er ist halt „Wahlberliner“ und das ist auch gut so.

Homepage: www.frizzfeick.de
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Twitter: www.twitter.com/FrizzFeick

Text: Dennis Kresse