Drei Jahre nach Travels With Myself And Another veröffentlichen Future Of The Left mit The Plot Against Common Sense ihr drittes Album. In drei Jahren kann sich einiges ändern. Zum Beispiel die Bandbesetzung. Nach dem Abgang von Bassist Kelson Mathias haben sich die Waliser doppelt verstärkt. Jimmy Watkins und Julia Ruzicka machten aus dem ehemaligen Trio ein Quartett. Was geblieben ist, ist die Liebe zum Noise-Rock. Und zu vielen anderen Stilen. Future Of The Left sind facettenreicher denn je und lassen sich oft nur schwer einordnen. The Plot Against Common Sense ist in jedem Fall keine leichte Kost. Die 15 Songs brauchen Zeit.

Ob rotziger Punk, dröhnender Punk oder Indie mit viel Melodie – Future Of The Left schrecken wirklich vor nichts zurück. Auf der einen Seite klingen die Waliser unnahbar mächtig, wie mit Beneath The Waves An Ocean, als würden sie über allem stehen. Auf der anderen Seite liefern Future Of The Left aber auch Lo-Fi-Nummern wie Goals In Slow Motion und wirken wie die nette Band von nebenan, die gerne mal auf eine Limo vorbeikommt. Aus der Reihe tanzt City Of Exploded Children, das mit einem Kanon endet. Doch bei genauer Betrachtung, scheint es ein Normalzustand auf The Plot Against Common Sense zu sein, aus der Reihe zu tanzen. Genau das macht das dritte Album der Waliser so spannend.

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Text: Martin Zenge