„Musik kann man ja einfach so machen, dass muss man nicht studieren!“ – Eine weit verbreitete Meinung, die so nicht unbedingt stimmt. Denn wenn man sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, dann kann man Einiges erlernen und Ideen entwickeln, auf die ein Musiker ohne Studium womöglich nicht gekommen wäre. Die beiden Düsseldorfer Erol Sarp und Lukas Vogel studierten am Institut für Musik und Medien in Düsseldorf und erkannten recht schnell, dass sie für ihr Projekt Grandbrothers nicht auf eine typische Bandbesetzung setzen wollten. Stattdessen fokussierten sich die beiden Studenten ganz auf den Konzertflügel als zentrales Element ihrer Musik.

Da ihnen dies aber noch nicht genug war und sie auch elektronische Spielereien ausprobieren wollten, konzipierten sie ein Gerät, welches Teile des Flügels anschlägt und darüber elektronische Töne und sogar Drumsounds abspielen kann. Lukas Vogel erklärte dazu: „Wir wollten modern klingende Musik auf einem klassischen Instrument spielen“.

Die Grandbrothers haben also sogar ein eigenes Gerät entwickelt, um ihre Musik genau ihren Vorstellungen entsprechend zu entwickeln. Das Resultat des experimentierfreudigen Duos ist das Album Dilation, welches nun veröffentlicht wird und sich hören lassen kann. Teils beginnen die Stücke recht ruhig und bauen sich dann langsam zu einem elektronischen Spektakel auf. Dabei experimentierten die beiden Künstler mit den Stilrichtungen Minimal, Ambient und Techno.

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Text: Melvin Damian Klein