Hot Coins ist, neben dem schlicht genialen, so mal beiläufig bemerkt, Namen Red Rack’em, das Alias von Danny Berman. Der DJ und Produzent feierte bereits mit The Early Years von 2010 Erfolge, spielte überall auf der ganzen Welt und wurde mit dem krönenden Album des Monats in der De:Bug ausgezeichnet. Mit The Damage Is Done legt der vielbeschäftigte Schotte nun das erste Hot Coins-Album vor, sein erstes für die Berliner Plattenfirma Sonar Kollektiv, und schlägt in die bereits von ihm bekannte Kerbe zwischen Deep House, klassischer 80ies Disco und knackigem, elektronischem Funk.

Dabei bleiben die ersten drei Tracks des Longplayers leider etwas auf der Strecke. Sowohl Geek Emotions, als auch The Only Way klingen zurückgenommen, beinahe verlangsamt. Auch die Gesangsdarbietungen auf beiden Nummern überzeugt nicht – vor allem der Eröffnungstrack mit uninteressiert klingenden, weiblichen Stimme nervt eher, als das er gefällt. Erst Leathered lässt zum ersten Mal wahrlich aufhorchen. Kraftwerk-Sounds jagen hinter einem lasziv gesampeltem Slowfunkgroove her, ohne ihn je einzuholen. Auch das wilde Freestyle Lover macht Spaß und unterhält, trotz irgendwann uninteressant werdenden Ideen.

Sowieso scheint dies ein Grundproblem des Albums zu sein. Confined besitzt einen tollen Sound, allerdings mangelt es an einem interessanten Element, dass die wenig kreativen Basslinien und die etwas einsamen Streichersamples miteinander verbindet. Road Trip, mit Abstand längster Track des Werkes, klingt wahrhaftig so, als sei er von einer überlangen Autofahrt inspiriert worden, und beschließt, gefolgt von I Ching, das den Bogen zu den relaxten Nummern am Anfang spannt, das Album.

Ein wenig Licht, ein wenig Schatten also. Nicht jede Idee auf The Damage Is Done zündet, doch die, die es tun, treffen sofort ins Schwarze. Freunde gepflegter elektronischer Musik dürfte das Album mit Sicherheit gefallen, auch von Prince’ 20ten Enttäuschte sollten bei Hot Coins mal ein Ohr riskieren, ist die schmissige Electronica-Mischung inklusive Funkgitarren doch definitiv gefällig.

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Text: Fabian Broicher