Wenn sich ein Model an der Popmusik versucht, ist immer höchste Vorsicht geboten. Zu wenig gehaltvoll waren die Versuche anderer Topmodels. Aber keine Sorge, Imany kann durchaus singen und das tut die franco-komorische Soulsängerin auf The shape of a broken heart auch. Mit einer ungewohnt tiefen Stimme erobert Imany schon nach Sekunden des Openers Slow down ihre Kritiker. Irgendwo zwischen Carla Bruni, Amanda Lear und Tracy Chapman liegt ihr Gesang und der ist nicht nur angenehm, sondern auch sehr schön und geht ans Herz. Klar, die Liebe in all ihren Facetten ist das beherrschende Thema dieses Albums.

Mit einigen renommierten Mitmusikern wie dem Bassisten Laurent Vernerey (Hallyday, Souchon, Biolay) und Stephane Castry (Asa, Kezia Jones, Kassav’), Percussionist Steve Shehan (Paul Simon, Paul Mc Cartney), Keyboarder Johann Dalgaard (Gaetan Roussel, Hallyday), Schlagzeuger Latabi Diouani (Angélique Kidjo, Grace, Souad Massi), Cellistin Valentine Duteil sowie den Gitarristen Taofik Farah und Stefane Goldman ist dem Album anzumerken, dass man hier mit einem hohen Maß an Seriosität zu Werke gegangen ist.

Bestes Beispiel ist Kisses in the dark, wo sie mit ihrem Timbre glänzen kann. Eine ungewöhnliche Frau, die nicht nur schön ist, mit einer Stimme, die man ihr nicht zugetraut hat und mit einer Menge spannenden Songs. Das klingt nach dem Beginn einer großen Zukunft auch ohne den Catwalk.

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Text: Dennis Kresse