Acid Jazz war das Ding zu Beginn der 90er Jahre und eine der innovativsten Bands war Incognito. Am 12. Juli 2014, ziemlich genau 35 Jahre nach der Gründung, lud die Combo um Mastermind Jean-Paul „Bluey“ Maunick zu einer Geburtstagsfete in das Londoner O2 Shepherds Bush Empire ein, um dort eine amtliche Fete zu haben. Die Gruppe, bei der niemand genau sagen kann, aus wievielen Mitgliedern sie jetzt eigentlich besteht, da sie eher eine Musikerkollektiv ist, spielt sich in einen Rausch und lässt auch einige Gäste an ihrem Geburtstag mitfeiern. Mario Biondi, American Soul-Diva Carleen Anderson, Mo Brandis & Imaani stehen auf der Bühne und teilen sich die Mikrophone untereinander auf.

Bei der Band, die den Groove gepachtet zu haben scheint, ist es vollkommen nebensächlich, wer den Song performt, Incognito sind ein Gesamtkonzept, das zusammengehalten wird von Gründer Mannick. Natürlich wird auch der größte Hit der Band, Always there, immerhin auf Platz 6 der UK Single Charts gelistet, gespielt. Aber Singles waren für die Funk-Jazz-Fusion Combo nie so wichtig wie der musikalische Eindruck – und der ist immer noch mehr als gut.

Homepage: www.incognito.org.uk
Facebook: www.facebook.com/cogheads
Twitter: www.twitter.com/Incognito_world

Text: Dennis Kresse