Anfang 2012 tauchten im Netz erste Demostücke auf, bald wurden 4AD auf ihn aufmerksam. Und nicht nur die, sondern auch viele andere, sodass beispielsweise sein Auftritt beim Reeperbahn Festival im September 2012 aus allen Nähten platzte. Die Zielgruppe ist also schon einmal da und kann sich nun auch freuen, dass mit Somewhere Else nun das Debüt-Album von Søren Løkke Juul, so der Geburtsname des Kopenhageners, erscheint. Entstanden im Sommer in der ländlichen Umgebung rund um Kopenhagen, stellt der Titel des Albums bereits viele innere Bezüge her, denn die Songs haben etwas Entlegenes, Sehnendes.

Die lauten und schnellen Klänge sind dabei nicht Juuls Ding. Wenn in I Am Haunted die Gitarre mal geschlagen begegnet, ist das für dieses Album schon viel. Aber das ist auch gar nicht schlimm, denn genau diese ruhigeren Klangfarben stehen Indians sehr gut. Die Akustik-Gitarre ist dabei aber gar nicht so sehr das tragende Element im Sound, es begegnen auch immer wieder elektronische, sphärische Klänge. In Lips Lips Lips zum Beispiel ist es dezente Elektronik, dazu Piano und hintergründige Saiten-Instrumente. Oder auch Bird, das von den Flächenklängen und natürlich – wie alle Stücke auf Somewhere Else – dem melancholischen Gesang lebt.

Somit ist Somewhere Else ein Album für die Freunde der ruhigen, nachdenklichen Töne geworden. Eine Reise durch besinnliche Klanglandschaften, die zu gefallen weiß, wenn man gerne auch mal den ruhigeren Momenten seine Aufmerksamkeit schenkt.

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Text: Marius Meyer