Als sich Ende des Jahres 2003 die Guano Apes auflösten, war dies für viele Fans ein Schock. Es war vorbei mit einer der erfolgreichsten Alternative Rock-Bands Deutschlands und der Abschied fiel nicht nur den Fans, sondern auch der Band nicht leicht. Doch in jedem Ende wohnt auch ein Neubeginn und dieser heißt iO, welches von drei Ex-Guano Apes-Musikern gegründet wurde. Nach rund fünfzig sehr erfolgreichen Live-Auftritten steht nun auch das erste Album der neuen Band in den Startlöchern. Angekündigt sind sie als Rock mit eindeutigen und klaren politischen Statements, waren die Guano Apes dagegen ja nie eine politische Band.

Im Grunde ist iO genau die logische Fortsetzung von dem, was Guano Apes gemacht haben: Eingängiger und dynamischer Rock, mit bewusst eingesetzten melodischen Brüchen und viel Energie. Sehr positiv macht es sich bemerkbar, dass die Band perfekt aufeinander eingespielt ist.

Im Gegensatz dazu muss man den Anspruch, dass man es hier mit klaren politischen Statements zu tun habe, doch sehr relativieren. iO ist keine wirklich politische Band, da die Aussagen der Lieder genau so bleiben, wie man es von ihren Titeln – zum Beispiel Say something oder Stupid People – erwartet, sehr flach.

Lässt man diesen Umstand außer acht, hat sich ist iO nicht nur ein würdiger Nachfolger für die Guano Apes geworden, sondern führt auch konsequent das weiter, was diese gemacht haben, ohne sich dabei in ausgetretenen Pfaden oder Sackgassen zu verlieren.

Homepage: www.io-rocks.com
MySpace: www.myspace.com/ioonline

Text: Tristan Osterfeld