Schon nach dem ersten Song weiß man, warum der inflationär benutze „Parental Advisory – Explicit Lyrics“-Aufkleber auf dem Album von J. Cole prangen muss, ist doch schon der erste Track Villuminati voll mit „Niggaz“ und „Bitches“. Born Sinner ist der zweite Streich des Homies von solchen Prominenten Acts wie Nas oder Jay-Z. Ein echter Promotiontrick war auch der Veröffentlichungstermin zeitgleich mit dem neuen Kanye West-Album Yeezus, um zu sehen, wer in den USA mehr Käufer findet. In Sachen Selbstverliebtheit sind sich die beiden Rapper jedoch sehr ähnlich. Aber was der in Frankfurt am Main geborene J. Cole hier an den in HipHop-Kreisen sehr beliebten Gaststars an Land zieht, das kann sich durchaus hören lassen.

Miguel, Amber Coffman, Kendrick Lamar, James Fauntleroy, 50 Cent, Bas und Jhené Aiko reichen sich hier das Mikro weiter, aber die beste Nummer ist zweifelsfrei Crooked Smile, der mit der welterfolgreichsten Female Band aller Zeiten entstand: TLC, Tionne T-Boz Watkins und Rozonda Chilli Thomas, die den tragischen Verlust von Lisa „Left Eye“ Lopes überwunden haben und wieder so klingen wie in den erfolgreichen 90ern.

Darüber hinaus enthält Born Sinner noch zwei weitere Tracks, die es bereits in die amerikanischen Top 20 gebracht haben mit Power Trip und Miss America. Der Kampf um den amerikanischen HipHop-Thron ist eröffnet. „Let the rumble begin!“

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Text: Dennis Kresse