Schubladen? Kannste vergessen. Manchmal muss man eben den Leuten einen größer angelegten Berg an Einflüssen präsentieren und schauen, was der Zuhörer eben daraus macht. Schließlich hat am Ende ja doch jeder seine eigenen Ordnungskriterien. Wichtig ist vor allem, dass man am Ende zufrieden ist, mit dem, was man daraus gemacht hat. Oder etwa nicht? Wenn man dann dazu noch gerne Genres wie New Wave und Synthie-Pop sowie Künstler im Stile von Depeche Mode, Yazoo, Visage oder auch Zeitgenössisches wie La Roux und Hurts hört, dann müsste die nächste Station Jack Strify heißen. Denn auf Illusion zeigt dieser gut, wie man diese Genres und Einflüsse gut zu einem gelungenen Album anordnet, wie auch immer der geneigte Hörer es einsortieren mag.

Gut gemischt ist der Klang auf Illusion, und dabei vermisst man dennoch nie so etwas wie den Roten Faden. Burn/Fear beispielsweise präsentiert dabei einen Synthie-Pop-Klang, der direkt eingängig und tanzbar begegnet und im selben Moment auch nicht die Frage aufkommen lässt, in welchem Jahr man sich eigentlich befände. Zu zeitlos sind die Klänge, die man da hört. Und vor allem: Sie begeistern. Wie zeitgemäß man ist, zeigen indes dafür Stücke wie Face To Face, die deutlich herausstellen, warum Bands wie Hurts solche Erfolge haben – und dabei nicht deren Sound imitieren, aber dennoch die Stilistik gut aufgreifen können und den Hörer mitreißen.

Zwölf reguläre Albumtitel sind es, die auf Illusion begeistern, dazu kommen noch zwei Bonustracks. Empfehlenswert ist das Album für alle, die mit den genannten Einflüssen und Referenzen etwas anfangen können. Wie man das Werk in seine Schubladen einsortiert, ist dem Hörer dabei selbst überlassen, aber eine geeignete Lösung wird sich bei dieser musikalischen Qualität definitiv finden lassen!

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Text: Marius Meyer