Wer einen Mentor wie Noel Gallagher hat, dem muss im Leben vor nichts bange sein. „The Future Of Music. He’s Like Dylan Meets The Arctic Monkeys“, so Noel. Der weiß es halt und hat auch Recht. Wir haben es beim Debüt des fast 19-jährigen Bugg wohl schon jetzt mit einem der Kandidaten für das Album des Jahres zu tun. Einen Folk, der so frisch klingt, gab es lange nicht und dass ausgerechnet ein blasser, schmächtiger Typ aus Nottingham für ein derart nachhaltiges Werk sorgt, das nötigt einem schon einiges an Respekt ab. Er kann besser singen als Dylan, wobei der Opener Lightning Bolt schon Ähnlichkeiten mit dem legendären Subterranean Homesick Blues aufweist.

Aber wenn schon klauen, dann eben von den Richtigen. Es ist beeindruckend, wie der Jungspund hier sich in der gut gefüllten Speisekammer des Folk-Pop bedient. Streift kurz Donovan, kann aber auch wie bei Someplace klingen wie Richard Aschcroft von The Verve.

Klar, dass auch ein Hauch Oasis hier durchweht und auch andere englische Folkheroen wie Billy Bragg zitiert werden. Aber es ist auch viel von Jake Bugg enthalten, von dem man in den kommenden Jahren hören wird, denn sein Debüt ist eines der spannendsten Alben der letzten Monate.

Seine Nummern wie Lightning Bolt, Trouble Town oder Ballad of Mr. Jones haben alle das Zeug, echte Klassiker zu werden. Es wäre dem kleinen Dreikäsehoch von Herzen zu wünschen.

Wer ihn sich noch in kleineren Clubs sehen möchte, ehe Jake Bugg Stadien füllt, der sollte sich hier einfinden:

02.03.2013 Frankfurt am Main, Zoom
07.03.2013 Köln, Luxor
12.03.2013 Hamburg, Knust
18.03.2013 Berlin, Kleiner Postbahnhof
19.03.2013 München, Strom

Homepage: www.jakebugg.com
Facebook: www.facebook.com/jakebugguk
Twitter: www.twitter.com/jakebugg

Text: Dennis Kresse