Ganz schön frech, was Jam Pain Society einem da vorlegen – und gewiss etwas, das schwer in Worte zu fassen ist. Allein der Beginn des ersten Liedes So here it is, the undefinable… spricht es aus: Zu beschreiben, was hier zu hören ist, ist nicht einfach. Klar, Metal ist es, aber das ist nicht alles, denn weiterhin muss man sich fragen: Was alles aus anderen Musikgenres findet sich hier noch? Als wäre es ganz selbstverständlich springen Jam Pain Society von Rock, Pop zu Funk, Punkrock und kreieren so ihre ganz eigene Art des Heavy Metal. Eines kann nur vorweg gesagt werden: Spaß macht es die ganze Zeit.

Und so beginnt eine Reise durch eine völlig undogmatische und eigenwillige Interpretation der Musik der härteren Gangart. Untermalt wird das ganze noch von erstklassigem Gesang der Ausnahmesängerin Leah Kirby, die dem ganzen zum Schluss noch einmal richtig ihrem Stempel aufdrückt und so für einen extrem hohen Wiedererkennungswert sorgt.

Dass das ganze doch sehr poppig und eingängig daherkommt, ist normalerweise ein Kritikpunkt, aber bei Black Light Messiah wirklich lobenswert. Gerade diese Eingängigkeit sorgt dafür, dass die CD nicht in völlige Abgedrehtheit abdriftet. Daher ist die CD auch gut hörbar und wird niemals anstrengend.

Kraftvollen Metal verbunden mit für das Genre völlig untypischen Elementen haben Jam Pain Society geschaffen, das sofort Laune macht und überzeugt. Als mehr als gelungen kann man also Black Light Messiah bezeichnen. Wer nicht vorhersehbare Musik mag, wird dieses Album lieben.

Homepage: www.jampainsociety.com
MySpace: www.myspace.com/jampainsociety

Text: Tristan Osterfeld