Gut, Instrumentalmusik ist nicht jedermanns Sache und schon gar nicht, wenn sie eben keine 120 BPM enthält, sondern ungemein dezent arrangiert ist wie die acht Stücke auf Jan Roths Album L.O.W. Jan Roth ist in der Szene fürwahr kein Unbekannter und so liest sich sein Wirken wie ein Who is Who der neuen deutschen Künstler, wie beispielsweise Tim Neuhaus, dem neuen hochinteressanten Act, dessen Album Now auch hier auf altermativmusik.de bereits wohlwollend besprochen wurde. Jan Roth ist ein Multitalent, der nicht nur mit seinen Drum-Künsten bereits bei einer Reihe von erstklassigen Acts wie Max Prosa, Clueso oder unzähligen Jazzbands beweisen konnte, sondern sich für L.O.W. auch mit dem Klang des Klavieres mehr als auseinandersetzen konnte.

Das merkt man den kleinen, großen Intrumentalstücken deutlich an und so ist der Titel Regen ein intimer Song, der seinesgleichen sucht und auch die anderen Stücke wie Rinnsal oder Rastlos passen perfekt auf dieses sehr meditative Werk und eigentlich sollte dieses Album als Muster-CD für einen Kopfhörer-Test beigelegt werden – selten hört man so viele verschiedene Effekte wie auf diesem wirklich anspruchsvollen Album. Es wird zwar sicherlich nur ein Nischendasein haben, aber mal ehrlich: Ist denn das so schlimm?

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Text: Dennis Kresse