Sie sieht jetzt anders aus und auch ihr zweites Album. Nach dem Megaerfolg ihres Debütalbums Who You Yare und den Hitsingles Price Tag und Domino ist eine Weiterentwicklung in Richtung perfekter Popmusik zu sehen. Weg vom, mit Verlaub, Kleinen-Mädchen-Pop, hin zu anspruchsvolleren Nummern, die auch von P!nk oder gar Madonna stammen könnten. Alive, so der Titel, spiegelt auch den Reifeprozess wieder, dem sich die 25-jährige Londonerin unterzogen hat. Mit ihren raspelkurzen blonden Haaren und einem kämpferischen Blick wirkt Jessie J. fest entschlossen, die Girl Power wieder aufleben zu lassen und die 13 Songs auf Alive sprechen schon vom Namen her eine deutliche Sprache.

Das wird schon mit dem Opener It’s my party deutlich, einer Uptempo-Nummer, die keine Fragen offen lässt. Die Frau weiß, was sie will, und sie will es sofort. Eine Nummer mit Hitpotenzial jagt erbarmungslos die nächste, wie die Übernummer Harder to fall schnell klar werden lässt. Auch starke Balladen wie das zu Tränen anrührende I miss her kann der geneigte Jessie J.-Fan – und davon wird nach diesem zweiten Album wieder einige mehr geben – finden und damit steht sie auf einer Stufe wie Platzhirsche der Klasse Rihanna oder Beyonce.

Ein Album, was erstaunlich abgeklärt und reif für eine gerade mal 25-jährige Sängerin ist und man wird von dieser Dame wohl noch einiges erwarten dürfen.

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Text: Dennis Kresse