Nachdem unlängst eine neue CD von Jimi Hendrix mit dem Titel Freedom – Live at the Atlanta Pop Festival erschien, kann man sich das Ganze jetzt auch in bewegten Bildern zu Gemüte führen. Eine interessant gemachte Doku von Steve Rash, die durch zahlreiches Bonusmaterial erheblich verlängert wurde als die US-TV-Fassung. Jede Menge Zeitzeugen kommen zu Wort, wie Jimis Bandkollegen Billy Cox und der verstorbene Mitch Mitchell zu Wort, außerdem gibt es Interviews mit Paul McCartney, Steve Winwood, Rich Robinson, Kirk Hammett, Derek Trucks, Susan Tedeschi und Alex Cooley.

Hier nochmal die musikalische Betrachtung des Konzerts:

Man könnte meinen, dass James Marshall „Jimi“ Hendrix an jedem Tag seines kurzen Lebens, auch er kam in den „Club 27“ (wie auch einige Musiker wie Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain oder Amy Winehouse), irgendwo aufgetreten ist. Wenn man bedenkt, wie viele Konzertmitschnitte so existieren. Seien es Woodstock, Monterrey, Isle of Wight, Filmore East und unzählige andere. Jetzt kann sich der Hendrix-Fan über eine neue Version des Konzerts in Atlanta freuen. Jimi Hendrix-Experten wissen, dass dieses Konzert vom 04. Juli, dem Independence Day, der Auftritt war, wo sich Hendrix vor über 300.000 Zuschauern die Seele aus dem Leib spielte und das war historisch gesehen der Auftritt mit den meisten Fans, die Hendrix und seine Mitstreiter Billy Cox und Mitch Mitchell hatten.

Musikalisch ist das, was man hier zu hören bekommt, natürlich remastered und so klingen die über 45 Jahre alten Aufnahmen frisch und unverbraucht, was den Hörer freut und auch im Sinne Jimi Hendrix sein dürfte. Der Ausnahmegitarrist verblüfft noch immer mit seinem perfekten Timing und das in einer unerträglichen Hitze, die Georgia an diesem Juli-Wochenende heimgesucht hatte.

Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil, nachdem sich die Veranstalter aufgrund der Menschenmassen in Atlanta dazu entschieden, das Konzert zu einem der damals üblichen „Free Concerts“ zu ernennen, strömten nun noch mehr Menschen auf das Gelände, um dem Gitarristen zuzuhören und sie bekamen was geboten.

Fire, Spanish Castle Magic, Red House, Purple Haze, Hey Joe und andere Klassiker standen damals auf der Setlist und sind bis heute unerreicht.

Es bleibt zu hoffen, dass man noch viele Schätze aus dem Jimi Hendrix-Archiv herausholen wird.

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Text: Dennis Kresse