Eben noch, zumindest kommt es einem so vor, erschien doch erst das hochgelobte Album Dirty Jeans and Mudslide Hymns, was auch von Ihrem/Eure, Lieblings-Musik-Magazin Alternativmusik.de wohlwollend besprochen wurde. Nun erscheint mit Mystic Pinball der nächste Streich des amerikanischen Singer-Songwriters John Hiatt. Erdige Songs treffen auf Geschichten aus dem Leben, die es verdienen, erzählt zu werden. Produziert wurde das Album wie auch der Vorgänger von Kevin „Caveman“ Shirley, der auch auf Arbeiten mit Aerosmith, Iron Maiden oder Ausnahme-Gitarrist Joe Bonamassa zurückblicken kann und der mit einem alten Hund wie John Hiatt hervorragend harmoniert.

Die Stimme Hiatts klingt so, als habe sie einiges erlebt und seine Songs erinnern an staubige Kneipen in irgendwelchen Wüsten. Musikalisch ist die CD eine Mischung aus Country-Klängen und Blues Rock mit einem hohen Wiedererkennungswert, was an der charismatischen Stimme von John Hiatt liegt. Irgendwo zwischen Bruce Springsteen und John Cougar-Mellencamp liegen die Songs und wer auf Handgemachtes steht, der kommt an Mystic Pinball nicht vorbei.

Zwar sind Songs wie One of these Damn Days oder My Business nicht die Neuerfindung irgendwelcher Genres, aber sie machen Spaß mit ihrem reibenden Rhythmus und ihren ins Ohr gehenden Refrains und eine zu Herzen gehend Ballade gibt uns der Altmeister mit No Wicked Grin auch noch. Ein in sich geschlossenes Album, was man hören sollte, auch wenn man nicht vor hat, in den nächsten Tagen die „Route 66“ herunterzufahren.

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Text: Dennis Kresse