Der britische Produzent und DJ Jon Hopkins legt mit Asleep Versions eine kleine, aber feine EP vor, auf dem Remixe von einigen Tracks seines hochgelobten 2013er Albums Immunity enthalten sind. Der Titel der EP gibt bereits einen Eindruck von dem, was den Hörer erwartet. Sphärische Klänge, sirenenartiger Gesang, Songs aus einer verwunschenen Welt, in der man das Gefühl hat, nur wenig dringt durch eine geräuschschluckende Schneelandschaft. Nur die Essenz gelangt ins Ohr. Die vier Tracks zeichnen sich durch eine vollständige Entschleunigung aus.

Klangteppiche werden langsam aufgebaut. Geräuschkulissen fügen sich ineinander. Der Gesang entwickelt sich behutsam. Gleich als wolle man die ersten Stunden des werdenden Tages an einem Bergsee erleben, ohne die Natur zu sehr in ihrem Wirken zu stören. Immunity beginnt mit zurückhaltenden Klängen, die sich langsam auffächern und dem Hörer mit flüsterndem Gesang das Gefühl geben, sich inmitten der schottischen Highlands zu befinden. Erst nach vier Minuten setzt überhaupt eine HiHat ein, um den Takt vorzugeben, ohne dabei zu drängen. Open Eye Signal, der über 10 Minuten lange letzte Track baut sich über Klangwelten und Geräuschkulissen auf, bis schließlich ein Klavier nach Minute sieben erstmals einen klaren tonalen Akzent setzt. Unaufdringlich, vorsichtig. Verträumt. Wie ein erster Sonnenstrahl, der einen langsam aus den Träumen in die Wirklichkeit zurückholt.

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Text: Thorsten Lühl