Artpop macht die Frau aus Los Angeles und kreiert damit mal wieder ein, bei der Musikjournallie, ach so beliebtes Genre. Aber ob die Frage, ob das Kunst ist oder ob das weg kann, lässt sich beim Anhören dieses ihres insgesamt vierten Studioalbums ganz klar mit „Kunst“ beantworten. Ein Album, das so viele musikalische Facetten enthält und so fragt man ob des elfenhaften Gesangs, ob es nicht vielleicht doch eine überirdische Gestalt ist, aber das hat man sich ja auch schon bei Björk gefragt. Have you in my wilderness will sich nicht erläutern lassen. Es bleibt kryptisch und rätselhaft und das macht es unglaublich spannend und unberechenbar. Dieser Dream Pop, um gleich die nächste Schublade aufzumachen, verzaubert ungemein.

Wunderbare zeitlose Songs, mit Geigen, Klarinetten, Kontrabass, die auf Elektroklänge treffen und wenn man dann wie in Sea calls me home aus einem Cembalo und an die Beatles erinnernden Anfang mit einem Mal ein Saxofon ertönt, dann fragt man sich, ob diese Klänge, die man hört, überhaupt real sind. So schön und abwechslungsreich können sperrig arrangierte Alben sein.

Nichts für den Fast Food-Hörer, aber Akustik-Gourmets und Freunde von Kate Bush, Tori Amos oder auch PJ Harvey werden sich in dieses Werk verlieben.

Homepage: www.juliashammasholter.com
Facebook: https://www.facebook.com/Julia-Holter-153196178042232/
Twitter: www.twitter.com/JULIA_HOLTER

Text: Dennis Kresse