Es ist noch gar nicht lange her, da fragte sich die Musikwelt, ob und vor allen Dingen wann mal wieder was Neues von Kate Bush hören würde. Lagen doch zwischen The Red Shoes und Aerial sage und schreibe 12 Jahre und zwischen dem und dem im Jahr 2011 erschienenen 50 Words For Snow auch noch mal sechs Jahre. Aber jetzt kann der geneigte Kate Bush-Fan erfahren, warum sich die Frau die vor fast 55 Jahren im englischen Bexlexheath als Catherine Bush geborene Sängerin immer Zeit lässt und was es mit dem Mythos und der Aura auf sich hat. Der Autor dieser über alle Maßen lesenswerten Biografie Greame Thompson hat sich in über 70 Interviews mit Wegbegleitern der scheuen Britin zusammengesetzt, um das Rätsel, wie diese Frau so ist, zu lüften.

Diese Person konnte auch von ihrem wirklich großen Fankreis nie so richtig „geknackt“ werden, was zum einen daran liegt, dass sie nur ganz selten einzelne Konzerte gab. Tourneen gab es genau eine und die liegt auch schon 33 Jahre zurück. Trotzdem hielten die Fans ihr immer die Treue. Sei es mit ihrem ersten Nummer-1-Hit in England Wuthering Heights über Babooshka zu dem großen Hit Running Up That Hill: Immer wieder hat sich Kate Bush neu erfunden und bei uns in Deutschland liebt man sie seit ihrem Auftritt in der der Kultsendung Bios Bahnhof aus dem Jahre 1978, moderiert von Alfred Biolek, in der die gerade 20-jährige Kate Bush bewies, dass man von ihr noch einiges hören wird.

In 70 Interviews mit Leuten, die mit ihr die Schulbank drückten, mit ihr Platten aufnahmen, Produzentenn, Regisseuren ihrer sehenswerten Videos und so weiter, gibt es viel zu erfahren. Es ist zwar ein wenig schade, dass ihr Mentor und Entdecker, der Pink Floyd-Gitarrist Dave Gilmour und auch ihr Duett-Partner auf Don’t Give Up Peter Gabriel nicht für Interviews zur Verfügung standen, aber das tut dem hochinteressanten Buch nur wenig bis gar keinen Abbruch.

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Text: Dennis Kresse