Im November 2012 schickte sie mit Death Proof auf digitalem Wege ein erstes Lebenszeichen, das die Spannung auf das neue Album deutlich steigerte, jetzt ist es endlich soweit: Anfang März 2013, mit Girl Talk steht das neue Album von Kate Nash in den Startlöchern. Eines, das anders klingt als die vorherigen Alben, aber auch eines, dessen Gesamtklang sich auf der vorangegangenen EP bereits angekündigt hatte. Ein kratzbürstiger Sound, punkige Klänge und ein hohes Tempo schimmern immer wieder durch. Nicht immer, aber immer öfter. Kate Nash wollte sich nicht neu erfinden, kann sich hier aber gut eine neue Facette geben.

Dabei schleicht sie sich erst einmal heimtückisch an, denn der Opener Part Heart klingt bis zur Hälfte verhalten, ein wenig süßlich und baut sich erst langsam auf, bevor am Ende die verzerrten Gitarren zunehmend sperriger klingen und es punkig klingt. Das bereits von der EP bekannte Fri-End?, das das Tempo gehörig anzieht, zeigt dann gut die neue Facette im Schaffen der Kate Nash. Eine Nummer wie All Talk, mittig auf der Platte platziert, ist dabei ein Höhepunkt dieser Rotzgörigkeit, das mit verzerrtem Lo-fi-Klang ein extrem hohes Tempo präsentiert. Das folgende Conventional Girl ist dann tatsächlich schon wieder etwas konventioneller, aber dennoch widerspenstig.

Aber da sind auch Stücke wie OMYGOD!, die weniger dem Geist entsprechen, das man dem Album gerne andichten würde. Mit einer catchy Hookline vom Bass geht es hier deutlich harmonischer nach vorne. Das gegen Ende begegnende You’re So Cool, I’m So Freaky wird dann nur von einer Akustik-Gitarre begleitet und zeigt eine eher besänftigte Kate Nash. Aber es ist gerade dieses Abwechslungsreichtum, das dem neuen Album von Kate Nash gut steht. Ein gelungenes Album.

Hier das Video zu 3AM:

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Text: Marius Meyer