10 Jahre ist tatsächlich auch das schon her. Eine junge Britin, die eigentlich in Georgien geboren ist, singt und The Closest Thing To Crazy und erobert damit weltweit die Herzen. Das dazugehörige Album Call Off The Search avanciert zum Selbstläufer – weitere Alben folgen. Nun also, zehn Jahre nach dem Debüt das neue Album von Katie Melua. Ein Album, auf dem sie sich wieder stärker dem Songwriting gewidmet hat und auch eines, auf dem man hört, dass Steigerung immer möglich ist. Sicher, ihre Stimme war schon auf dem Debüt groß, aber mit den Jahren ist sie weiter gereift und bietet noch mehr Facettenreichtum.

Etwas, das sich generell durch das Album zieht. Love Is A Silent Thief mit seiner groovenden Eröffnung weist im Verlauf eine Dramatik auf, die man selten von Katie Melua hört. Ein sehr treibendes Schlagzeug im Chorus dazu und man merkt die Inbrunst dessen, was dort gesungen wird. Abhängigkeit, Qual und Frustration – alles auch nicht gerade die einfachsten Themen, die man sich denken kann. Themenunabhängig betrachtet begegnet immer mal wieder ein neuer Drive, den man gar nicht so gewohnt ist von ihr. Shiver and Shake hat fast bluesenden Charakter und Tempo, dazu kommt die hier zerbrechlich wirkende Stimme, die perfekt dazu passt.

Die gewohnten Katie Melua-Momente gibt es natürlich auch. Idiot School beispielsweise, das munter-tapsig nach vorne geht und einen der harmonischsten Momente des Albums darstellt. Oder auch Sailing Ships From Heaven, das melancholisch und romantisch wirkt und minimal arrangiert begegnet, sodass die Stimme hier noch einmal voll zum Tragen kommt. Elf Songs sind es am Ende, die Katie Melua uns auf Ketevan, benannt nach ihrem georgischen Vornamen, präsentiert. Aussetzer? Vergebens! Ein sehr gelungenes neues Album!

Auch live wird Katie Melua wieder zu sehen sein:

02.11.2013 Ingolstadt – Jazztage (ausverkauft)
21.11.2013 Bochum – Ruhr Congress
22.11.2013 Hamburg – CCH
23.11.2013 Bremen – Musical Theater (ausverkauft)
25.11.2013 Berlin – Tempodrom
26.11.2013 Leipzig – Gewandhaus
27.11.2013 Baden-Baden – Festspielhaus
29.11.2013 Nürnberg – Meistersingerhalle
30.11.2013 Lingen – EmslandArena (ausverkauft)
13.12.2013 Ravensburg – Oberschwabenhalle

Weitere Artikel
Konzertbericht: Katie Melua – 04.04.2011, Hamburg o2 World

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Text: Marius Meyer