Den direkten Weg nehmen? Kann ja jeder! So in der Art muss die Denkweise des kanadischen Singer-Songwriters Kaya gewesen sein, der – wie man es so schön sagt – einem früheren Leben bereits unter dem Namen Francis Martin große Erfolge für sich verbuchen konnte. Nachdem das vierte Album Gold für sich verzeichnen konnte, bot ihm Sony zum fünften Album einen Millionenvertrag an. Ihm standen also alle Wege offen. Und was tat er? Er lehnte ab – und wurde stattdessen Beststellerautor. Dem Schreiben ist er treugeblieben: Dieser Tage erschien mit Die Deutung der Träume & Zeichen sein neues Buch. Aber: Auch musikalisch lässt er wieder von sich hören, mit dem Album Born Under The Star Of Change unter dem Namen Kaya.

Die erste Single The Alchemist konnte sich bereits schwer hören lassen. Druckvolle Pop-Rock-Klänge mit viel Gefühl zeigen hier einen ausgereiften Musiker, der weiß, wo der richtige Ton zur richtigen Zeit zu sitzen hat, dabei aber auch zeigt, dass mit Leib und Seele hinter dem steht, was er dort macht. Das zeigt er mal mit höherem, mal mit getragenerem Tempo. Letzteres beispielsweise in Seven Seconds Too Late, das mit gezupften Gitarren und weiblichem Background-Gesang aufwartet und später die Eingängigkeit noch erhöht, wenn Streicherklänge ertönen.

Die Dynamik variiert, das Herz bleibt. Die 13 Stücke des Albums präsentieren Kaya als Musiker, der es vermag, ein Album ohne Schwachstellen aufzunehmen. Dazu kommen dann noch The Alchemist und No Coincidence als Akustik-Versionen, die auch in diesen „Stripped down“-Versionen überzeugen können. Abgerundet wird das Album als besonderen Service für die deutschsprachigen Hörer dadurch, dass im Booklet alle Texte auch in der deutschen Übersetzung zu finden sind. Ein schönes Album!

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Text: Marius Meyer