Das ist auch mal eine super Idee von Kellerkommando aus Bamberg: man mixt einfach bayerische, Verzeihung, fränkische Blasmusik mit deutschem Rap. Was sich die Urbayern von LaBrassBanda oder Kofelgschroa ausgedacht haben, bekommt von Kellerkommando eine weitere interessante Facette hinzugefügt. Ein schier unüberwindbares Hindernis wird hier auf einmal zu einer einfachen Aufgabe und wer hätte gedacht, dass sich HipHop-Klänge und echte Volksmusik so derartig gut ergänzen. Ein bisschen Prodigy, ein wenig System Of A Down, eine große Portion fränkischer Mundart und dazu traditionelle Musik, die aber mit dem nötigen Ernst gespielt wird und die von den Bandmitgliedern des Kellerkommandos zu 100% authentische performed wird, aber das nicht ganz ohne Augenzwinkern.

Die Band aus Franken nimmt sich aus beiden Welten das Beste und fügt das gekonnt zusammen: die Street Credibility des Raps und die heile Bergwelt der Volksmusik. Und das überraschende ist, dass es passt, als wenn es seit jeher so geplant war. Oft wirkt sowas ja albern, beim Kellerkommando ist es oft lustig, aber nie albern. Wie heiß es doch so schön? „Volksmusik ist der neue Punk“ – und da können auch Raps nicht schaden, im Gegenteil. Ein wahrhaft mutiges Album.

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Text: Dennis Kresse