Kendrick Lamar scheint Überraschungen zu lieben. Bereits im Februar überraschte er seine Fans mit einer Albumankündigung und dem ersten Song vom neuen Album – ohne, dass es vorher großartige Anzeichen für ein neues Release des Künstlers gegeben hatte. Genauso überraschend landete dann das Album am 16. März auf dem Markt. Trotz des plötzlichen Veröffentlichungstermins bekamen schnell viele Menschen Wind von der Meldung und gleich am ersten Tag konnte der Rapper einen neuen Rekord brechen. Mehr als 9,6 Millionen Mal wurde das Album in den ersten Tagen nach Release auf Spotify gestreamt. Eine derart hohe Aufrufzahl hat kein Künstler zuvor erreicht. Nach dieser für den Künstler erfreulichen Nachricht bleibt also noch die Frage offen, ob die CD denn auch qualitativ überzeugt. „Ja, tut sie!“, um das mal ganz deutlich zu sagen.

Von einigen Fans wird die CD trotz des frühen Zeitpunkts im Jahr schon jetzt als Album des Jahres betitelt. Fest steht, dass Kendrick Lamar es, wie bereits bei seinem Vorgänger Good kid, m.A.A.d. City geschafft hat, den Großstadtflair und seine Emotionen musikalisch zu vertonen. Der Hörer fühlt sich direkt so, als würde er an einem sommerlichen Tag durch einen amerikanischen Großstadtpark wandern oder sich gemütlich mit Freunden einen netten Abend machen. Einen Kritikpunkt gibt es aber dennoch anzumerken. Viele Fans hätten sich sicherlich gewünscht, dass der erfolgreiche Rapper etwas mehr nach vorne pirscht und auch mal knalligere Beats nutzt. So sucht man Songs wie Backseat Freestyle auf der Platte vergeblich.

Es bleibt abzuwarten, ob Kendrick mit dem neuen Album To Pimp A Butterfly im Gepäck auch durch Deutschland tourt. Solange lohnt es sich aber das Album hoch und runter zu hören!

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Rezension: Kendrick Lamar – Good kid, m.A.A.d. City

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Text: Melvin Damian Klein