Für viele Bands ein Traum, für Kensington ein Ritterschlag: Die großen Coldplay haben die Musik von Kensington so gerne, dass sie diese von ihrem Twitter-Account aus direkt empfohlen haben – wodurch dann gleich mal über 10 Millionen Followern über diese Band erzählt haben. In ihrer niederländischen Heimat sind Kensington längst eine große Nummer und schafften es selbst im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, parallel fünf Songs im Airplay zu platzieren, hierzulande muss die frohe Kunde erst noch angemessen verbreitet werden. Und froh ist diese Kunde tatsächlich, denn der treibende Indie-Rock der Band kann sich hören lassen und dürfte auch hier auf offene Ohren stoßen, ist er erst einmal entdeckt worden.

Das beginnt dann auch schon beim Opener Send Me Away, der melodiös und gleichzeitig mit hohem Tempo agiert und eine Menge Charme präsentiert. Ein Charme, dem man sich kaum entziehen kann… Oder auch Don’t Look Back, das sich in den Strophen gerne mal nach und nach aufbaut und steigert, bis es sich im Chorus dann „entlädt“ und einem die Botschaft noch einmal deutlich um die Ohren wirbelt. Durch und durch sind es Klänge, die den Indie-Freund in Verzückung geraten lassen, denn die „Catchyness“ auf dem Album ist beachtlich. Immer und immer wieder zieht sie sich durch die Stücke, wie beispielsweise auch in Kilimanjaro.

Hier und da gibt es dann aber auch mal einen kleinen Ausreißer. Nicht qualitativ betrachtet, sondern in der Herangehensweise: Go Down beispielsweise mit seinem sehr opulenten Drumming. Oder auch Ride, das zu den wenigen ruhigeren Momenten auf der Scheibe gehört. Momente, die sich sehr gut in das Gesamtbild einfügen und Vultures am Ende zu einem sehr gelungenen Indie-Album machen.

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Text: Marius Meyer