So, nun aber mal richtig! Nach der hervorragenden EP erscheint nun der Longplayer, auf den die Fans der King Cannons so lange gewartet haben. Sie selbst bezeichnen sich als „Rootsrocker“ und das stimmt auffällig, wenn man den Gedanken aufnimmt, dass man einige Wurzeln braucht, um diesen Mix hinzubekommen. Auf den ersten Blick sehen die King Cannons aus wie The Gaslight Anthem. Tätowiert und in Straßenklamotten rocken die fünf Jungs und eine Dame sich die Seele aus dem Leib. Nun auch auf Albumlänge und das wird nie langweilig. Woher denn auch? Die 14 Songs machen Laune und taugen auf jeder Fete als Grundlage einer jeden amtlichen Feier. Die Wurzeln bei Bruce Springsteen und von The Gaslight Anthem sind hier deutlich zu hören, wenn im Opener Stand right up gerockt wird, dass man sich sehr an den Boss erinnert fühlt.

Das hohe Niveau bleibt die ganzen 14 Songs erhalten und es ist eine Freude, den Neuseeländern bei der Arbeit zuzuhören. Die Stimme von Frontmann Luke Yeoward variiert zwischen der des unvergessenen Joe Strummers von The Clash und ein bisschen Paul Weller ist auch mit dabei. Eine perfekte Platte für alle, denen handgemachte Musik etwas bedeutet. Ein Fest für die Ohren. Die Single Too young verzaubert mit ihrem ins Ohr und in die Beine gehenden Rhythmus und ist mit einer mitreißenden Energie ausgestattet, sodass man die Musik fühlen kann. Fehlt nur noch das Saxofon des „Big Man“ Clarence Clemons, der aber leider im Rockhimmel weiterspielen muss. Nichtsdestotrotz: Wer auf den jungen Springsteen zu Zeiten von Greetings from Ashbury Park, NJ oder Born to run steht, für den ist The Brightest Light von den King Cannons genau das richtige.

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Text: Dennis Kresse