Klee goes Bossa Nova und Schlager. Klingt ungewöhnlich, geht aber trotzdem überraschend gut. Suzie Kerstgens und Sten Servaes machen das letzte Sommeralbum des Jahres 2015 und halten sich an die Klassiker des deutschen Schlagers und man hört den Charme und die Ironie, die mitschwingt. Ob es für den Klee-Fan reicht, nach vier Jahren Wartezeit mit einem „Bossa Nova Schlager“-Album bedient zu werden, sei mal dahingestellt, aber der übliche Konsument darf sich über einige charmant umgearbeitete Versionen freuen. Ein Album, so leicht wie ein Tag am Strand, so leicht wie eine Brise die einem an einem Sommertag bei einer Fahrt in einem Cabrio durchs Haar weht und auch genauso gehaltvoll.

Aber das wissen Klee genau und man sollte die ganze Sache nicht allzu ernst nehmen, sondern eher als Appetithupferl für das nächste „richtige“ Klee-Album. Aber auch auf Hello again gibt’s einiges zu entdecken. Ohne Dich von der Münchner Freiheit, Barfuß im Regen von Michael Holm oder Butterfly von Daniel Gerard als Buena Vista Social Club Version, das erinnert bisweilen an Inga Humpe und die 2Raumwohnung.

Ein witziges Album, das man aber leider in ein paar Monaten vergessen haben wird, nichts Bleibendes, aber das werden die Klee-Fans verschmerzen können.

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Text: Dennis Kresse