Das kann man oder sollte man sagen, das muss man so machen, wie es einer Sänger der Band Ruben Cossani, Konrad Wissmann, hier macht. Neben Michael van Dyke, den viele von seiner Arbeit mit Fury in the Slaughterhouse und Echt her kennen und seinem Radiohit She comes at the end of the day und Alexander Jezdinsky, der Leo Lazar ersetzte, war Wissmann mit seiner charismatischen Stimme Mitglied der Band und legt jetzt mit Parole ein wahrhaft beeindruckendes Werk auf. Es enthält wunderbare und übersetzte Versionen von Klassikern aus den 50ern bis heute, aber darüber hinaus auch einige hervorragende Eigenkompositionen wie die Nummer, die dem Album seinen Namen gab.

Den Anfang macht er mit Feist und 1,2,3,4, einer glücksselig machenden Version des Gute-Laune-Hits. Auch höchst gelungen ist die deutsche Version von Et moi, et moi, et moi von Jacques Dutronc, das er in ein modernes Gewand gepresst und auch textlich angepasst hat. Ob man Nathalie von “Monsieur 1000 Volt“ Gilbert Becaud, das schon unzählige Versionen von Peter Alexander bis hin zu Rummelsnuff erlebt hat, noch einmal einspielen sollte, sei mal dahingestellt.

Was unter dem Strich bleibt, ist ein facettenreiches und gut produziertes Album, wo sich das Beste von damals mit dem Besten von heute, wie z.B. der Eigenkomposition Erst das Ende, dann der Anfang, findet und vereinigt.

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Text: Dennis Kresse