Manchmal reicht ein einziger Song aus und sofort ist das Interesse an einem neuen Künstler geweckt. Als die Band Konvoy Weit Weg veröffentlichte, erlebte ich einen solchen Moment. Das war ein toller elektronischer Beat, geschmückt mit einem ansprechenden Text. Irgendwo zwischen Pop, Rock und Hip Hop-Einflüssen in Tübingen aufgewachsen, durften Konvoy inzwischen bereits als Voract für Cro auftreten und konnten sich durch diese Auftritte bereits einige Fans dazugewinnen. Mit dem rappenden Panda haben sie in der Tat einiges gemeinsam, denn Konvoy versprühen die gleiche Leichtigkeit in Form von „Feel Good“-Beats.

Zudem erinnern auch die Texte, die sich sofort einprägen und schnell mitsingen lassen an den Stuttgarter Sprechgesangskünstler. Mit ihrer EP Konvoyeah legen die Tübinger nun ihre neue CD vor, welche nach dem ersten Vorboten Weit Weg leider etwas einfallslos daher kommt. Denn lediglich zwei der sechs Songs begeistern auf Anhieb. Stücke wie Kinderzimmerstars oder Polaroids kommen leider nicht über ein „ganz nett“ hinaus. Nach dem ersten Songvorboten hielt ich Konvoy bereits für die nächste hochkarätige, deutschsprachige Band, leider konnten sie meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Doch viele Fans, vor allem solche, die die Band von den Cro-Konzerten kennen, zeigen sich begeistert und loben die Musiker für ihre Songs auf YouTube. Halten wir also fest: Vielen gefällt die EP von Konvoy, ich kann mich leider nicht dazu zählen. Noch nicht. Vielleicht mit der nächsten CD der Gruppe. Man darf gespannt sein.

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Interview: Im Gespräch mit Konvoy (Mai 2015)

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Text: Melvin Damian Klein