Irgendwie weiß man nicht genau, was man nun zu Land Lines sagen soll. Das Projekt entstand aus einer Zusammenarbeit von Musikern, von denen ein Teil bei Matson Jones aktiv war. Das selbstbetitelte Album enthält überarbeite Songs, die von den Musikern selbst geschrieben und dann kollektiv überarbeitet wurden und nun als Album oder Compilation, je nachdem wie man es sehen will, sowohl auf weißen Vinyl als auch als CD das Licht der Welt erblicken. Musikalisch beschränkt man sich auf akustische Instrumente, wobei eine Atmosphäre erzeugt wird, bei der man irgendwie daran denken muss, dass hippe Studenten die Housemusik für sich wiederentdeckt haben und jetzt neu interpretieren.

Die Vorstellung mag gar nicht so abstrus sein, denn irgendwie passt das Album auch gut in den aktuellen Zeitgeist: Eine knarzige Frauenstimme, die genauso Parallelen zu Of Monsters and Men wie auch zu Lena Meyer-Landrut aufweist. Ein Streicher, eine Gitarre und Schlagzeug sind zu hören und einen gewissen Jam-Session Flair kann man der Musik auch nicht absprechen, zumal auch die Texte öfter mal improvisiert wirken.

Eine durchaus sympathische Veröffentlichung, die nur daran krankt, dass man das Gefühl hat, man hätte diese Musik schon mehrmals gehört. Alles schön und gut, ob man es braucht, sollte am besten selbst herausgefunden werden, indem man es erst einmal online probehört.

Homepage: www.hellolandlines.com
Facebook: www.facebook.com/pages/Land-Lines/105330072881186

Text: Tristan Osterfeld