Weiter geht’s mit den Renovierungsarbeiten im Hause Led Zeppelin, dieses Mal ist Physical Graffiti dran, das – einige historische Eckdaten vorangeschickt – sechste Album der Band und gleichzeitig das erste Doppelalbum. Für viele Anhänger ist es das letzte wegweisende Album von Led Zeppelin. Jetzt hat sich Gitarrist Jimmy Page wieder ran gewagt und hat die kompletten Stücke remastered und sogar noch einige bislang unveröffentlichte Tracks auf einer dritten CD hinzugefügt. Was den Hörer erwartet, sind Bluesrock-Songs, die von Robert Plant gekonnt vorgetragen werden, von Page atemberaubenden Gitarrenspiel zusammengehalten werden und von der Rhythmusgruppe John Paul Jones und dem Drummer, den man auch Jahre späte noch an seinem enorm kraftvollen Spiel erkennt, John „Bonzo“ Bonham, gespielt werden.

Homogen und in Bestform erscheinen Nummern wie Custard Pie, das episch lange In my time of dying oder House of the Holy was ja eigentlich auf den Vorgänger gleichen Namens gehört hätte, klingen wie aus einem Guss. Selbstverständlich ist auch die neben Stairway To Heaven und Whole Lotta Love bekannteste Led Zeppelin-Nummer auf Physical Graffiti zu finden und dieses Kashmir klingt nun mal in der Originalversion und ohne Rap-Einlagen immer noch am besten.

Hochinteressant ist die „neue“ dritte CD mit einigen Alternativversionen wie In my time of dying, Sick again oder Boogie with Stu. Eigentlich schade, dass der Katalog der Zeppelin-Studioalben nur noch drei beinhaltet. Aber wer weiß, ob sich Jimmy Page nicht auch noch dran begibt, die Livealben zu überarbeiten.

Weitere Artikel
Rezension: Led Zeppelin – IV + Houses of the Holy
Rezension: Led Zeppelin – Led Zeppelin I, II, III

Homepage: www.ledzeppelin.com
Facebook: www.facebook.com/ledzeppelin
Twitter: www.twitter.com/ledzeppelin

Text: Dennis Kresse