Manchmal entdeckt man sich beim Hören eines Albums, dass man gerne mehr über die Protagonisten und ihre Beweggründe erfahren möchte, warum sie ausgerechnet so eine Musik machen, wie sie sie machen. Ein gutes Beispiel ist das Album Clouds von Lestat Vermon. Wenn man sich aber dann mal mehr mit der Person Lestat Vermon beschäftigt, stellt man relativ schnell fest, dass es sich dabei um niemand geringeren als Philipp Makolies, der hauptberuflich der Gitarrist von Polarkreis 18 ist handelt, die spätestens mit dem Hit Allein Allein in aller Munde waren. Nun also das genaue Gegenteil: ein sparsam instrumentiertes, fast schon spartanisch klingendes Album, was viel Raum für interessante Texte bietet.

Selten wird die Gitarre geschlagen, zu meist wird sie gezupft und der Gesang in Harmonien ist schön arrangiert und vor allen Dingen angenehm. Ein Singer-Songwriter-Album, was ganz dezent daherkommt und mit seiner Schönheit verblüfft. Das Titelstück Clouds etwa, der mit Bläsern arrangiert wurde oder das Instrumentalstück Hillside One. Alle diese Songs passen hervorragend in den Herbst und wirken wie eine warme Decke nach einem ausgedehnten Herbstspaziergang durch einen in der Oktobersonne gewärmten Wald.

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Text: Dennis Kresse