In Dänemark sind Lily Electric bereits von der Presse hoch gelobt worden und galten bereits als Newcomer des Jahres. Mittlerweile sind sie nach Berlin umgesiedelt, um von dort aus die deutsche Indie-Szene zu erobern. Nach mehreren sehr Erfolgreichen Konzerten sowohl als Supportact unter anderem für The Kooks und Maximo Park als auch auf Festivals wie beim Taubertal Festival oder dem SPOT Festival erscheint nun endlich auch das Debüt-Album der noch jungen Band in Deutschland. You’re in the Painting I saw ist der Titel des Werkes und wie der Titel und die ansprechende Covergestaltung es andeuten, geht es auf diesem sehr surreal zu.

An sich könnte man das Debüt-Album als typisches Indie-Album bezeichnen, wäre da nicht das ausgefallene Zusammenspiel der Gitarren, dass das Album in jedem Moment durchzieht. Dieses ist so erfrischend experimentell und farbenfroh, dass man sogar aufhorcht, wenn man mit dieser Art von Musik eigentlich nicht so viel anfangen kann. Gerade wenn ruhige Passagen nahtlos in schnellere und komplexe Arrangements übergehen, wie es bei No art worth the look you der Fall ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als anerkennend mit den Kopf zu nicken.

In der ehemaligen Heimat von Lily Electric ist das Album ja bereits erschienen. Höchste Zeit, dass es auch in Deutschland erscheint. Die Musik klingt so frisch und vielseitig, dass man auch ruhig mal ein Gehör riskieren kann, wenn man diese Art Musik nicht hört. Denn You’re in the painting I saw schafft es den Hörer, auch wenn dieser sich dagegen wehrt in seinen Bann zu ziehen. Ein gelungenes Debüt, auf das hoffentlich noch weitere gute Alben folgen werden. Lily Electric sollte man auf jeden Fall im Auge behalten.

Homepage: www.lilyelectric.com
MySpace: www.myspace.com/lilyelectric

Text: Tristan Osterfeld