Wer das Glück hatte, Linkin Park bei ihrem hervorragenden Auftritt bei Rock am Ring zu sehen, der kennt schon einige Stücke des neuen Albums Living Things, wie die neue Single Burn it down, die wunderbar in das Best Of-Programm passte, das die Band um Chester Bennington und Mike Shinoda präsentierte. Das neue Album, dessen Vorgänger A thousand suns in den USA und in Deutschland die Pole Position belegte und sich hervorragend verkaufte, wirft natürlich einen enormen Schatten auf die Arbeiten am Nachfolge-Album. Aber es scheint, als ließe das die Band aus Los Angeles kalt. Sie machen einfach weiter, mit ihrem Alternative Metal und den zahlreichen HipHop-Anleihen.

Der Opener Lost in the echo ist das erste Indiz dafür, dass die Band wieder back to the roots gehen möchte und die bisweilen schlechten Kritiken, die von „Sell out“ sprachen, doch entkräften möchten. Mit einem eingängigen Refrain und einem netten Mix aus Keyboardklängen und Metalriffs bekommen Linkin Park hier erstaunlich gut die Kurve. Die Single Burn it down ist zwar genau auf den Linkin Park-Fan zugeschnitten, aber trotzdem geht sie gut ins Ohr und bleibt dort auch längere Zeit haften.

Auch andere Nummern wie Skin to bone oder das auch schon live gespielte Lies greed misery halten durchaus das gewohnte Niveau der Kalifornier. Ein solides Album, was die Erwartungen erfüllt und sich wohl auch wieder binnen kürzester Zeit auf einem hohen Platz in den Charts wieder finden wird.

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Text: Dennis Kresse