Wo sucht man Wurzeln, was kam nach den Wurzeln und welches sind eigentlich die Wurzeln? Eine Frage, die man bei Linkin Park berechtigt mal stellen darf. Folgt man den Ausführungen der Band, so geht es fast in die Kindheit zurück, um jetzt die Zukunft zu erkennen. Die frühen Einflüsse wurden auf Hybrid Theory und Meteora verarbeitet und enthielten Rock mit HipHop-Klängen, es folgte ein Wandel zu elektronischeren Klängen wie auf A Thousand Suns, der Gang in elektronischere Gewässer war erfolgt und es schien, als würde die Band diesen weiterverfolgen wollen.

Als Sänger Mike Shinoda jedoch dabei war, ein wenig in Richtung Alternative Pop vorzufühlen, kam durch einen Blog-Eintrag, der heutige Rock-Musik kritisierte, die Wende. Es sollte wieder härter werden. Gedacht, getan, man besonn sich also auf frühere Tugenden, die HipHop-Elemente aber eher zurückgeschraubt, wenngleich immer nich häufig präsent. Es dominiert ein rauer Sound, was Stücke wie All For Nothing (feat. Page Hamilton) gerade im Chorus gut beweisen. Mit Mut zum Solo und melodischen Momenten dabei, ist trotzdem ein harter Sound entstanden. Einer, der auch mal das Tempo anziehen darf: Rebellion (feat. Daron Malakian) z.B. präsentiert schnelle Riffs und garniert mit lauten Shouts dazu.

Definitiv ist The Hunting Party ein Album geworden, das – gewollt oder nicht – ein Zugeständnis an Linkin Park-Fans der früheren Stunde ist. Dennoch aber können jüngere Hörer der Band hiermit sicherlich auch etwas anfangen, so groß wie die Breitenwirkung dieser Formation inzwischen ist. Dass man sich Erwartungshaltungen gebeugt hätte, kann man ihnen sicherlich nicht vorwerfen und das steht Linkin Park auch im Sound des Albums gut zu Gesicht.

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Text: Marius Meyer