Vorgestellt werden muss sie wohl niemanden. Ein jeder hat sie bereits gehört, ob er es nun wollte oder nicht: Mit Euphoria den Eurovision Song Contest gewonnen, Roman Lob auf die Plätze verwiesen und anschließend ein Airplay, von dem man als Musiker sonst nur träumen kann. So verwundert es dann auch nicht, dass sie in 18 Ländern auf Platz 1 mit der Single landete. Höchste Zeit wurde es also, nachzulegen und ein Album herauszubringen. Das tut das schwedische Popsternchen mit Heal nun und präsentiert vor allem das, was auch ihre Single darstellte: Breitwand-Pop für die breite Masse. Aber nicht nur.

Mit dem Opener In My Head holt Loreen den Hörer erst einmal dort ab, wo sie ihn mit Euphoria hat stehen lassen. Flirrende Pop-Beats, genug Bass, eingängiger Gesang – alles keine große Überraschung. Interessanter sind da eher die ruhigeren Titel wie Everytime, das eine Pop-Ballade mit hoher Eingängigkeit darstellt. Ein pulsierender Beat, nachdenklicher Gesang, viel Moll, aber so gestaltet, dass dem Hörer warm ums Herz wird dabei. Titel dieser Art sind die Momente, bei denen das Album aufhorchen lässt. Ansonsten wird viel nach dem Erfolgsrezept gearbeitet, das die Hitsingle eben zum Hit machte. Das kann man sich alles mal anhören, aber merkt, dass hier auf den Erfolg hingearbeitet wurde. Schlecht ist die Musik dabei nicht, nur bleibt wenig hängen – außer herausragender Stücke wie Everytime. Aber zwei drei überdurchschnittliche Stücke schaffen es leider nicht, das Album als Gesamtes über den Durchschnitt zu heben.

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Text: Marius Meyer