Hier spielt der Chef noch selber, könnte das Motto dieser Veröffentlichung von Löwenritter sein. Dahinter steht der Label-Betreiber Harald Löwy gemeinsam mit Dirk Ritter – womit dann auch gleich der Bandname geklärt ist. Gemeinsam erschaffen sie eine mystische Atmosphäre, die sich zwischen ruhigen Folk-Atmosphären, Piano und Ambient einfindet. Musik, die schwer in Begriffen zu fassen ist, eine dafür aber entführt in eine gefühlt andere Welt. Wenn man es nun ganz unbedingt in ein Genre-Korsett zwängen möchte, wäre wohl Piano-Ambient eine angemessene Beschreibung. Aber wie fließend Grenzen sein können, wurde ja schon oft genug bewiesen – und auch hier noch einmal.

„Fließen“ ist dabei ohnehin ein gutes Stichwort, denn schon im Opener Scapes In G-Minor merkt man, wie die Musik sich hier in einem fließenden Prozess befindet. Klangflächen gehen ineinander über, erschaffen eine nahezu magische Atmosphäre, die Piano-Melodien setzen warmherzig-wohlklingende Akzente. Würde man mit Musik malen können, entstünde hier vermutlich das Bild eines verträumten Waldes in nebliger Atmosphäre. Ein Titel wie The Green Mist ist da schon als programmatisch zu bezeichnen.

Wie schon gesagt: Hier befindet sich alles in einem Fluss, sodass es auch wenig zielführend wäre, hier jeden einzelnen Titel vorzustellen. Ein Album, das von seiner Atmosphäre lebt – und diese ist eine sehr ansteckende. Ein Debüt-Album zweier Leute, die das, was sie lieben, mit Herzblut machen.

Facebook: www.facebook.com/pages/Löwenritter/148729678620720

Text: Marius Meyer