Mit seinem Blue Album veröffentlicht Lukas Graham drei Jahre nach seinem Debüt sein zweites Werk. Nachdem er mit dem absoluten Hit Drunk In the Morning auch die deutschen Charts eroberte, zeigt er nun, dass er mehr als nur ein „One-Hit-Wonder“ ist. Vorab zu kritisieren ist das Albumcover, welches dem vom ersten Album entspricht – bis auf den dominierenden Blauton, der auch im Namen wieder auftaucht. Dieses Remake wirkt etwas unkreativ und unbeholfen, ändert aber glücklicherweise nichts an der eigentlichen Musik. Denn die hat es irgendwie in sich. Im Herbst veröffentlicht wiederspricht das Album voll und ganz seiner „Geburtsjahreszeit“.

Die durchgehend positive Stimmung lässt einen umgehend an sonnige Tage und kühles Bier zurück denken, an Meer und Urlaub. Somit eignet sich die neue Platte des irisch angehauchten Dänen durchaus, um die jährlich aufkommende Winterdepression bei voll aufgedrehter Anlage bzw. Heizung wieder zu vertreiben.

Musikalisch hat Graham seit dem ersten Album keine großen Sprünge gemacht. Die Songs wirken unter dem Strich sehr vollendet und abgerundet. Auch mit seiner Stimme schafft der erst 27 Jahre junge Künstler eine beeindruckende Atmosphäre, die sich relativ gut in die Instrumentals einpasst und somit ein einheitliches Bild liefert.

Und wer behauptet, nach Drunk In The Morning wäre der größte Hit schon gelaufen, der irrt: Mit Titeln wie 7 Years und „Mama Said schafft der Däne es, ein große Bandbreite von Menschen für sich zu begeistern. Was seiner Musik aber in keinem Fall schadet.

Überzeugt euch selbst:
www.youtube.com/watch?v=P9bjbMO3F0w

Facebook: www.facebook.com/LukasGraham

Text: Lars Junker