Man erwartet beim Herkunftsland Wales automatisch andere Musik. Was Man without country dann aber aus den Lautsprechern zaubern, hat sein Nest in der Astgabel von Trance und EBM gebaut und plant, nun dort zu brüten. Die 4-Track-EP erinnert an Depeche Mode, Erblast oder Pulsedriver in düster. Klangteppiche, auf denen man sich gerne ausstrecken möchte, um sich den Geist zu vernebeln. Dazu passend die verquere Stimme, die nicht immer wirklich auszumachen ist zwischen all den Tönen, Klängen und Akkorden, die sich zu einer Melodie vermischen, die bei aller Dunkelheit auch die hellen Untertöne nicht vermissen lässt. Elektronische Musik, die sich mitunter wohl als guter Übergang zwischen der Gothic- und Technodisco verwenden ließe, ist sie doch sphärisch genug für erste und tanzbar genug für letztere.

Und mit „Catfish“ ist gar eine richtige Popnummer auf dieser EP der beiden Waliser zu hören. Musik die eben keine Heimat, no country, benötigen, um überzeugend zu sein. „Entropy“ bietet somit ansprechende elektronische Tanzmusik für die etwas melancholischeren Geister. Sehr stimmig und stimmungsvoll zelebriert. Leider aber nach 4 Songs zu Ende. Mit dem nächsten Album wird zu rechnen sein

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Text: Simon-Dominik Otte