Nach eigenem Bekunden haben sich die vier Schweizer von Manolo Panic »vom ersten Tag an einfach treiben lassen«. Ihr Debütalbum Helpless & Strange ist entsprechend das Produkt einer Entwicklung, die noch nicht zu Ende sein soll. Das Quartett aus Ramon Margharitis (Gesang), Janik Zunofen (Gitarre), Laura Frei (Bass) und Michi Fiedler (Schlagzeug) experimentiert gewollt mit verschiedenen Musikrichtungen und spielt sich dabei buchstäblich frei. Mit 13 Songs fällt Helpless & Strange für einen Erstling durchaus üppig aus, auch wenn die Stücke keine Überlänge haben. Die Lieder pendeln zwischen Indie und Rock, sind mal flott und druckvoll und mal melancholisch, aber nie düster. Vor allem fällt auf, dass Helpless & Strange nie unfertig klingt. Es gibt keine Füllsel, kein Stück, dem noch der letzte Schliff fehlt und das trotzdem noch der Vollständigkeit halber auf das Album gequetscht wurde.

Deshalb ist Helpless & Strange nicht nur ein sehr solides Debütalbum, das Lust macht auf mehr, sondern auch ein gutes Beispiel dafür, dass das Ganze oft mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Für sich genommen hat jeder Song seine Qualitäten, aber als Album wirken sie noch einmal anders.

Manolo Panic schaffen es, den Weg nicht genau zu kennen und doch nicht von ihm abzukommen. So wirkt ihr Debüt bei aller Offenheit für verschiedene Einflüsse nie konzeptlos oder unausgegoren. Die Band tut, was sie kann, und was sie kann, kann sie gut.

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Text: Mario Nowak