Jetzt singt er auch noch. Und das gar nicht mal schlecht. Der als Hund Marie mit seinem kongenialen Partner Olli Schulz bekannt gewordene Max Schröder, der mit seiner Lebensgefährtin Heike Makatsch die unpeinlichste Ansammlung von Kinderliedern der letzten Jahre herausgebracht hat und der als Mitglied von Tomte und der Hansen Band glänzte, hat mit Max Schroeder & das Love ein bemerkenswertes Album im Stile von Gisbert zu Knyphausen oder Bosse abgeliefert. Mit unglaublich cleveren Texten und Melodien, die direkt ins Ohr gehen und dort lange verweilen, hat Schröder zehn Titel aufgenommen, die zu dem Besten gehören, was man im zugegeben noch nicht sehr aussagekräftigen Jahr 2013 zu hören bekam.

Ungemein facettenreich ist sein neues Album. Das beginnt schon im Opener Schiffbruch, wo er im besten Tom Waits-Stil sich vor dessen Piano has been drinking verneigt und auch genauso instrumentiert, als wenn Instrumente einen Schwips haben könnten. Der wahre Jakob hat einen unglaublichen Refrain und eigentlich könnte man jeden der zehn Songs als Blaupause dafür nehmen, wie man einen tollen deutschsprachigen Song hinkriegt.

Glaubhaft mit einer enorm charismatischen Stimme kommt Max Schröder daher und sein letztes Stück Das allerschönste Mädchen auf der Welt erinnert zwar an John Lennon und sein Instant Karma, aber das ist ja nicht die schlechteste Adresse für tolle Musik.

Homepage: www.derhundmarie.de
Facebook: www.facebook.com/maxschroederunddaslove

Text: Dennis Kresse