Es ist nie zu spät, sich neu zu entdecken. Klingt nach abgedroschener Weisheit, ist es vermutlich auch, kann aber auch mal eindrucksvoll fernab von jedweder Abgedroschenheit bewiesen werden werden. Die Band mela beispielsweise: Vor zehn Jahren als melanchtonay gegründet und in klassischer Rockband-Besetzung agierend, entdeckten 2008 die ruhige Seite, so ganz ohne Strom. Akustik-Kofferrock nennt das Quartett diese neuentdeckte Seite und erfüllt sie mit viel Gefühl, verqueren Gedanken, die sich zu plausiblen Ganzen zusammenfügen und zu keiner Zeit langweilig werden.

sturm & drang eröffnet zunächst ein wenig verhalten, mit ruhiger Perkussion und geschlagener Gitarre, die sich mehr und mehr steigert und eine erstaunliche Intensität entwickelt. Genau diese ist es, die immer wieder auf alles in allem begegnet. Auch das folgende such dein glück ist hochintensiv. Und ist dabei vor allem auch sehr druckvoll – die peruanische Trommel, die Melodika, es sorgt alles für den schnellen Charakter des Songs. Auch immer im Mittelpunkt: Das Gefühl. kreise im system zum Beispiel mit gezupften wie geschlagenen Gitarren stellt Überlegungen an, dass wir alle besagte Kreise im System sind. Das klingt mitunter abwegig, aber dann doch wieder plausibel – eine manchmal verschrobene Denkweise, aber eine, die zum Nach- und Mitdenken anregt.

mela präsentieren uns hier acht gelungene Songs, die belegen, dass man auch mit gezogenem Stecker wirklich tolle und intensive Musik aufnehmen kann. Dafür Daumen hoch und eine Empfehlung!

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Text: Marius Meyer