Bei Mise en Scene haben wir es mit einem noch jungen Duo zu tun, dessen Debüt-Album Desire’s Despair noch ein wenig auf sich warten lässt, das aber mit Hey Velvet nun schon einmal eine neue EP herausgebracht hat, die einen guten Vorgeschmack geben kann und neugierig macht, auf das, was da noch kommt. Die beiden Damen Steanie Blondal Johnson (Gitarre/Gesang) und Jodi Dunlop (Schlagzeug) präsentieren auf der EP drei Nummern, von der eine in zwei Versionen zu finden ist und die rockige Klänge mit einem leichten Garage-Rock-Charme enthält, dazu begegnet ein leichter 60s-Touch.

Hey Velvet eröffnet die EP dann direkt mit Rock-Sounds und einer gewissen Kratzbürstigkeit, die sich im Gesang widerspiegelt und dem Gesamtbild gut zu Gesicht steht. Zwischendurch begegnen ruhigere Passagen, die dem Ganzen einen harmonischen Touch geben, insgesamt ist es ein Stampfer zum Mitgehen geworden. Das folgende Perfect Killers (Oh Child) ist auch eine geradelinige Alternative Rock-Nummer, die insgesamt etwas glatter wirkt. Der dritte Titel When I Met You kombiniert die Herangehensweisen der beiden vorigen Stücke, indem es scheinbar harmonisch beginnt, dann aber zur kratzigen Rock-Nummer wird, die mitreißt, als Gegenstück aber auch im Hintergrund Streicher zu bieten hat. Von diesem Stück findet sich dann auch noch die Demo-Version wieder, die ebenfalls gut zu hören ist und etwas reduzierter begegnet. Eine wirklich tolle EP!

Und wer diese Woche das Reeperbahn Festival besucht: Am 28.09.2013 um 16:30 Uhr wird die Band im Hörsaal auftreten. Ein Besuch sollte sich lohnen.

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Text: Marius Meyer