Der Kanadier Dominic Salole, viel besser bekannt als Mocky, ist ein musikalisches Chamäleon, der sich beispielsweise in der Handpuppen-HipHop-Band Puppetmastaz als musikalischer Leiter bewies und durch seine Zusammenarbeiten mit Feist, Peaches und Chilly Gonzales bekannt wurde, nun erscheint mit Key Change ein neues Soloalbum von Mocky. Ein sehr chilliges Album, das ganz bewusst mit den verschiedenen Genres spielt und munter hin und her springt. Klingen Songs wie der Opener Upbeat Thing wie aus einem Blaxploitation Movie, ein schwarzes Filmgenre, das mit Shaft und Superfly verbunden wird und dessen Soundtracks von Isaac Hayes oder Curtis Mayfield berühmt wurden, lassen sich andere Stücke ganz anders bezeichnen.

Head in the Clouds etwa ist eine zu Herzen gehende Soulballade mit einem leichten TripHop-Anteil, den man sich auch gut von Portishead oder von Feist vorstellen könnte. Ein wunderbares Sammelsurium aus leichten Sounds, die von leichten Flötenklängen über brasilianische Sounds der 1960er eines Sergio Mendes bis hin zu TripHop und auch wenn Mocky sich als großer Multiinstrumentalist beweist, eine Freundschaft ist und bleibt eine Freundschaft und so ist es nicht verwunderlich, dass bei Living In The Snow Feist Schlagzeug spielt und bei Head In The Clouds Chilly Gonzales am Piano sitzt.

Ein spannendes Album, das man immer wieder für sich neu entdecken kann.

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Text: Dennis Kresse