Wer ein wenig in den dunkleren Gefilden unterwegs ist, dem muss Monica Richards wohl nicht mehr großartig vorgestellt werden. Als Teil von Faith and the Muse erlangte sie in Szene-Kreisen große Bekanntheit und auch solo konnte sie sich schon einen Namen machen. Nun also ihr neues Album Kindred, das bereits im Oktober 2013 erschien und von ihr als ihr persönlichstes Album angesehen wird. Das wird bereits deutlich, wenn man sich die Anekdote verinnerlicht, dass sogar ihre Katze Penelope als Special Guest am Klavier auf dem Album zu hören ist. „Sie rannte über die Tasten, und ich drückte die Aufnahmetaste.“

Fields Recordings mal anders, könnte man meinen. Aber auch Fledermäuse, Zikaden, Frösche, Schildkröten und weitere Tiere sind zu hören. So ist es Monica Richards‘ Hommage an ihr eigenes Leben. Aber auch wenn man von den Tiergeräuschen absieht, die oft doch eher hintergründig bei genauerem Hinhören wahrzunehmen sind, ist hier vieles geboten. Monica Richards vereint viele Facetten ihres Schaffens, sodass mit Fall beispielsweise ein eindeutiger Gothic Rock-Song dabei ist, The Bird and the Snake hingegen von seinem rituellen Charakter geprägt ist und der Lalala Song ein verhalltes tanzbares Stück ist.

Aber Monica Richards wäre eben nicht Monica Richards, wenn sich das nicht trotzdem alles so plausibel anhören würde, dass es sich zu einem gelungenen Ganzen fügt. Mit Sparks (Redux) hat sie dazu sogar noch einen Faith and the Muse-Song ein bisschen ausgedünnt und in einer neuen Version mitgebracht. Ein tolles Album!

Remixe
www.youtube.com/watch?v=NT-FwgQIUk4
www.youtube.com/watch?v=1fHfZBY88jw
www.youtube.com/watch?v=NbGV-ZM_SDg

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Text: Marius Meyer