Viere Jahre nach ihrem letzten Album Unter Freunden melden sich Mono & Nikitaman mit Im Rauch der Bengalen aus dem Studio zurück. Musikalisch ist das Album irgendwo zwischen Reggae und Dancehall einzuordnen – gute Laune verbreiten die beiden auf jeden Fall. Dabei gibt es zwischen den sonst eher impulsiven Songs auch ruhigere Parts, wie zum Beispiel in Parkdeck. Zu hören sind da jedoch viele Tracks, bei denen die Aussage schon etwas flach wirkt und die teilweise auch nach mehrmaligem Hören die eigenen Nerven strapazieren. Stellenweise kommen neben dem ursprünglichen Reggae bzw. Dancehall auch dicke Anteile von Pop und Rock durch, die klare Linie wird nicht wirklich erreicht. Was im Zweifelsfall nicht unbedingt schlecht sein muss – die fehlende Tiefe stört schon eher.

Unter dem Strich enttäuscht die Platte etwas, auch alleine deshalb, da die durch den Titel Im Rauch der Bengalen geweckten Erwartungen nur teilweise erfüllt werden. Das Album spricht so eher nur wirklich eingefleischte Hörer der oben genannten Genres an, der Großteil der Zufallshörer wird wahrscheinlich weiter springen.

Text: Lars Junker