Monucular sind eine Band aus dem Großraum Dortmund, die aber eine Besonderheit auszeichnet: Viele Monate des Jahres halten sich Sängerin Nic Koray und ihr Mann Jan in einem kleinen schwedischen Dorf auf, wo sie viele Songs schreiben. So entstanden auch viele Lieder des zweiten Albums von Monucular in der schwedischen Einöde. Das tut den Nummern hörbar gut und so klingt Pine Trees wie eine internationale Produktion. In dem 20-Seelen-Dorf irgendwo zwischen Lund und Ystad entstanden die Tracks, die dann mit Hilfe der beiden anderen Monucular-Mitglieder David Senf und Sven Kossakowski im Jans 47 Recording Studio in Dortmund aufgenommen und von Robert Hadley in den Kalifornien gemastert wurden.

Mit ihrer entrückten, aber sehr charismatischen Stimme erobert Nic Koray schon mit dem Opener Pine Trees die Herzen, irgendwo zwischen Beth Gibbons von Portishead oder Alison Goldfrapp. Musikalisch hat man sich aus dem TripHop des ersten Albums zurückgezogen und geht jetzt mit sehr eingängigen Melodien geschickt zu Werke. Die musikalische Leitung hat Jan Koray und man spürt, dass dem Gitarristen und Keyboarder eine ungeheure Musikalität mit in die Wiege gelegt wurde. Das merkt man vor allen in Songs wie Scene once oder dem solide aufgebauten Blank Space.

Ein gutes Album für solche, die auf solide Popmusik mit anspruchsvollen Texten stehen.

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Text: Dennis Kresse