Mortis ist keinesfalls ein Unbekannter im HipHop-Geschäft. Schon mit 16 Jahren fühlte sich der Jugendliche aus dem Südharz der Rapmusik zugehörig und fuhr an Wochenenden durch das halbe Land, um Wände zu besprühen und die HipHop-Kultur zu leben. Wenige Jahre später machte er sich selbst als Rapper mit dem Synonym „Mortis One“ einen Namen und brachte 2010 ein Mixtape mit dem Titel Weil ich’s kann! heraus, welches im JUICE Magazin zum Mixtape des Monats Mai gekürt wurde. Außerdem hat der Künstler schon mit zahlreichen anderen Rappern zusammengearbeitet, darunter auch mit bekannten Acts, wie Marteria, 3Plusss, Melbeatz, Creutzfeld & Jakob oder Karate Andi.

Neben unzähligen Auftritten in Jugendzentren hat er sich auf vielen Festivals, wie dem splash! Festival, Helene Beach, HipHop-Kemp oder dem Osthafen Festival einen Namen gemacht. Mortis One, der nach seinem Umzug nach Berlin im Jahre 2011 seinen Namen in Mortis umänderte, tat stets alles um musizieren zu können. Dabei hangelte er sich zeitweise von Nebenjob zu Nebenjob und lernte mit so wenig Geld wie möglich auszukommen. In Berlin wurde seine Karriere dann allerdings professioneller, denn der ehemalige Junge vom Land unterschrieb in der Großstadt einen Vertrag beim Label Showdown.

Nach einer ersten EP, steht nun das Debütalbum Hollywoodpsychose in den Regalen. Musikalisch ist Mortis irgendwo zwischen Cro und Genetikk einzuordnen. Der Rapper macht sehr poppige Beats, hat aber einen Flow, der eher an Genetikk erinnert, weil er dem Gangsterrap zugeordnet werden kann. Textlich behandelt Mortis sehr intime und ernste Themen. Eine Eigenschaft, die bei weitem auch nicht jeder Artist aufweisen kann, ist, dass er selbst als Produzent tätig wurde. Mortis hat jeden Beat, der sich auf Hollywoodpsychose befindet selbst mit Synthesizern, Samples, Gitarren und Liveinstrumenten erschaffen.

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Text: Melvin Damian Klein