Erst eine Re-Union-Tour, nun endlich auch ein neues Album, auf das Fans fast neun Jahre warten mussten. Saints of los Angeles heißt das gute Stück und ist mittlerweile auch das neunte Studio-Album der Band, das sich Thematisch immer sehr lose an der Stadt der Engel orientiert. Dabei ist die komplette Besetzung an Bord: Tommy Lee Jones, Nikki Sixx, Mick Mars und Vince Neil sind wieder allesamt mit von der Partie und beweisen, dass Mötley Crüe auch im 21. Jahrhundert immer noch rocken können wie damals. Mag man die die Band hassen oder lieben (was anderes ist auch kaum möglich): Für gute Laune sorgen sie wie gewohnt auf jeden Fall.

Thematisch ändert sich dabei wenig im Gegensatz zu den vorigen Alben: Schöne Frauen, das Leben als Outlaw und die typischen Männerphantasien werden hier auf wundervollste Weise ausgelebt. Wer Lieder wie Girls, Girls, Girls, Dr Feelgood oder Shout at the Devil kennt, dem wird einiges bekannt vorkommen. Die Themen, die Lieder – sie klingen so oder so ähnlich wie diese auch.

Dabei muss man über Mötley Crüe sagen, dass es die einzige Band ist, der es nur gut tut, dass sie sich in den neun Jahren Pause kaum ein Stück weiterentwickelt hat, denn die Lieder holen einen genau da ab, wo man Mötley Crüe erwartet und gehen so sofort ins Ohr. Den Fan wirds also freuen.

Mötley Crüe haben also wieder eine schöne und nicht zu glatt produzierte Platte produziert, die zeigt, wie jugendlicher Protest noch vor Jahren aussah, in einer Zeit, als man noch Menschen mit dem Wort „Motherf…“ schocken konnte. Im Grunde haben Mötley Crüe genau damit ihren Ruf als Skandalrocker erarbeitet, was heute Rock-Bands tausendfach kopieren und damit glauben, noch Rebellion zu machen. Mötley Crüe dagegen nimmt man das ganze immer noch ab. Für Fans eine geradlinige klasse CD ohne (unliebsame) Überraschungen.

Homepage: www.motley.com
MySpace: www.myspace.com/motleycrue

Text: Tristan Osterfeld