Eine neues MZ412-Veröffentlichung, auf der einem die Mitglieder mit Masken begegnen, die die Gesichter nicht erkennen lassen und ihnen völlig die Individualität nehmen und auf einer Bühne stehen. Ganz klar hat man es mit einer Live-CD zu tun, die 2011 beim 21. Geburtstagsfestival von Cold Spring aufgenommen wurde. Titel gibt es keine, nur Akte, von denen es insgesamt 14 gibt, aber bekannte Titel lassen sich auf nur bedingt ausmachen. Stattdessen wird man von rauschenden Soundwällen, martialischen Getrommel und verzerrten Shouts konfrontiert, die alle letztendlich nur schemenhafte Assoziationen aufkommen lassen.

Positiv fällt dabei die Balance zwischen Krach und fast schon melodischen Passagen auf, die alles wie durch eine Nebelwand wirken lassen. Ständig wird man nur mit der eigenen Phantasie konfrontiert, die in einem surreale und düstere Vorstellungen aufkommen lassen, aber nie konkret werden. Wie ein mechanischer Alptraum, der kein Ende zu finden scheint.

Damit führt Hekatomb einen in die für das Projekt gewohnten Klanglandschaften, die mal bombastisch, mal morbide und mal völlig nihilistisch wirken. Als Live-CD funktioniert die Veröffentlichung aber nur bedingt.

Text: Thomas Müller